Konzertinformation über Dilian Kushev „Die Goldene Stimme“
Dilian Kushev – „Die Goldene Stimme“
Classic meets Pop – Die Liebe ebnet die Welt
Freitag, 20. März 2026
Beginn: 19:00 Uhr
Evangelische Kirche Heiligenwald
Letztlich hätten die Randlage der Kirche innerhalb der Kirchengemeinde sowie die geringe Zahl an einheimischen Gottesdienstbesuchern den Ausschlag für die Entscheidung gegen die Dorfkirche aus dem Jahr 1851 gegeben, sagt Tina Cerovsek, Vorsitzende des Bereichspresbyteriums St. Wendel. Hinzu komme, dass es große Kosten und Mühen verursacht hätte, den Sakralbau und das Evangelische Gemeindehaus energetisch zu ertüchtigen. Aufgrund einer Vorgabe der Landeskirche sollen kirchliche Gebäude ab 2035 treibhausgasneutral betrieben werden.
Eigentlich ist Leitersweiler der älteste evangelische Ort der Kirchengemeinde. Bereits 1538 wurde dort die Reformation eingeführt. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Pfarrei der 1825 gegründeten St. Wendeler Stadtgemeinde zugeschlagen. Bis Anfang des 21. Jahrhunderts prägte die Leitersweiler‘ reformierte Tradition die Kirchengemeinde.
Die Evangelische Kirche Leitersweiler wird im Rahmen der Osternacht am Samstag, 4. April, um 20.30 Uhr, feierlich entwidmet. Die Kerzenkirche wird ein letztes Mal musikalisch gestaltet von der „Gruppe Aufbruch“. Im Anschluss sind alle Gäste zum gemütlichen Beisammensein mit Umtrunk am Osterfeuer eingeladen.
Nach ihrer Entwidmung soll die Kirche, möglichst zusammen mit dem benachbarten Evangelischen Gemeindezentrum, verkauft werden. Die Zukunft der Orgel der Leitersweiler Kirche ist bereits klar: In Kürze wird sie in Büchenbeuren im Hunsrück in die Evangelische Kirche einziehen und dort eine unbespielbare Stumm-Orgel aus dem 18./19. Jahrhundert ersetzen.
Evangelische Gottesdienste in St. Wendel werden weiterhin wöchentlich in der Evangelischen Stadtkirche in der Innenstadt angeboten.
Info:
Die heutige Evangelische Kirche Leitersweiler wurde 1851 anstelle einer Kapelle aus dem Jahr 1717 errichtet. Über die Jahre erlebte das Gotteshaus zahlreiche bauliche Veränderungen. Der klassizistische Saalbau wurde 1919 um einen Glockenturm erweitert, in den 1950er-Jahren entstanden ein neuer überdachter Eingang sowie eine Sakristei als Anbau.
In den 1960er-Jahren folgten umfangreiche Umgestaltungen des Innenraums, u.a. mit einer zwei Meter großen Dornenkrone anstelle eines Kreuzes im Chorraum und neuen Buntglasfenstern. Die Orgel auf der Empore wurde 1980/81 von Gustav Cartellieri unter Verwendung von Teilen einer alten Stumm-Orgel gebaut.